[Anzeige] Die Nikon D850 im Handgepäck - Reisebericht über meinen Roadtrip durch Island

Wer in den vergangenen Tagen nach Island im Internet sucht, stößt auf den skandalösen Fang eines Blauwals oder den Rücktritt des Fußballnationaltrainers. Zugegebenermaßen stellt der Walfang ein heikles Thema dar. Unabhängig davon, ob ich Bekannten von den Färöer Inseln, Norwegen oder dem benannten nordischen Inselstaat vorschwärme, die Jagd auf die bedrohten Lebewesengiganten wird immer wieder hinterfragt. Obwohl viele Menschen mit Island den Walfang assoziieren, kann sich die Insel vor den Touristenströmen kaum retten. 

 Nikon D850 +28mm. f/1.4

Nikon D850 +28mm. f/1.4

Nachdem ich bereits im vergangenen Jahr Zeuge und Teil des Tourismusbooms werden durfte, führte auch in diesem Jahr kein Weg an der spektakulärsten Landschaft Europas vorbei. Aus der Sicht eines Fotografen, ließ die letzte Reise nach Island wettertechnisch jedoch zu wünschen übrig. Elf Tage lang durchquerte ich zusammen mit zwei Freunden die endlos langen Straßen der Insel. Neun davon verbrachten wir tagsüber unter strahlend blauem Himmel und waren im August für das magische Licht der Mitternachtssonne schlichtweg zu spät unterwegs. Nicht das, was man sich als Landschaftsfotograf für dramatische Aufnahmen mit düsteren Wolkenfeldern erhofft.  Bei meiner Heimkehr berichtete ich meiner Familie begeistert von der Vielfalt der Insel. Das sonnige Wetter beeinträchtigte als Wermutstropfen allerdings den Gesamteindruck der Reise. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass ich in absehbarer Zeit zurückkehren müsste. 

 Nikon D850 + 24-70mm. f/2.8

Nikon D850 + 24-70mm. f/2.8

Anfang Juli war es dann endlich soweit. Zusammen mit einem Freund flog ich von Frankfurt mit dem Flugzeug nach Keflavik, wo unser sechstägiger Roadtrip durch Island startete. Bei unserer Ankunft platzte mein Handgepäck nahezu aus allen Nähten. Nachdem ich im vergangenen Jahr bei meinem alten System auf verschiedene Brennweiten verzichtetet hatte, entschied mich in diesem Jahr, alle Brennweiten meines neuen Nikon-Equipments mitzunehmen und die D850 auf Herz und Nieren zu prüfen. Da die meisten Spots in Island mit dem Auto erreichbar sind, hat man nur selten Probleme durch einen schweren Rucksack. Wie auch beim letzten Mal, wurden wir auch in diesem Jahr von sonnigen Wetterverhältnis in Empfang genommen. „Das wird sich sicherlich noch ändern“ - redete ich mir ein. Ich sollte mit meinen Worten tatsächlich Recht behalten.

Auf unserem Weg zum Kirkjufellsfoss zogen sich die Wolken langsam zusammen, sodass wir bereits auf dem Weg zu unserem ersten Ziel einige Aufnahmen machen konnten. Pünktlich zu Sonnenuntergang trafen wir am Parkplatz nahe des Kirkjufell-Berges ein. Dem ein oder anderen mag dieser Ort ein Begriff aus der Serie Game of Thrones sein, wo er als Pfeilspitzen-Berg bezeichnet wird. Während sich die meisten Fotografen nahe des Kirkjufellsfoss positionierten, entdeckten wir auf dem Weg zu dem Wasserfall eine große Pfütze, in der sich die eindrucksvolle Bergspitze spiegelte. Alleine für dieses Foto hatte sich die Fahrt Richtung Norden bezahlt gemacht. 

 Nikon D850 + 14-24mm. f/2.8

Nikon D850 + 14-24mm. f/2.8

Am nächsten Morgen ging es für uns weiter in Richtung Süden. Falls jemand nur wenige Tage Zeit hat und dennoch so viele beeindruckende Orte wie möglich sehen möchte, kann ich demjenigen insbesondere diese Region ans Herz legen. Auf wenigen Kilometern wird man Zeuge gewaltiger Naturschauplätze, bei denen es sich häufig um meterhohe Wasserfälle handelt. Einer von ihnen ist der Seljalandsfoss der nahe der Ringstraße zwischen Hvolsvöllur und Skógar liegt. Sowohl bei der Aufnahme des Kirkjufell-Berges als auch am 66-Meter hohen Seljalandsfoss war ich froh, mein 14-24mm. Weitwinkelobjektiv dabei zu haben, um die Orte in ihrem beeindruckenden Ausmaß festhalten zu können. 

Im Anschluss an die beiden Wasserfall-Riesen Seljalandsfoss und Skógafoss fuhren wir nur wenige Meter weiter zum Parkplatz des Skógar-Museums. Die meisten Touristen brechen nach der Besichtigung des imposanten Skófafoss direkt auf und verpassen dadurch ein weiteres Naturschauspiel.

Im Gegensatz zu den bereits angesprochenen Wasserfällen, war der dritte Wasserfall zwar recht zierlich, doch begeisterte uns getreu dem Motto klein aber fein. Weder im Internet noch vor Ort findet man einen Namen oder eine genaue Wegbeschreibung, was uns jedoch nicht davon abhielt, die Region rund um das Museum näher zu erkunden. Anhand des Satellitenbildes hatten wir den Wasserfall entdeckt und mussten hinter dem Museum lediglich den bereits vorhandenen Fußspuren folgen. Da es noch recht früh am Morgen war, hatten wir die wunderschöne Kulisse für uns. Auch dort blieb mir die Panoramaaufnahme sowie das lästige Zusammensetzen mehrerer Fotos in der Nachbearbeitung erspart, da ich mit dem Weitwinkelobjektiv alles mit einer Aufnahme abbilden konnte. 

Bei unserem nächsten Stop kam dann endlich mein Teleobjektiv zum Einsatz. Nachdem mich das 70-200mm. bereits in den letzten zwei Monaten in China, England, Frankreich und Norwegen begeistern konnte, freute ich mich, es auch in Island wieder mit dabei zu haben. Sowohl auf 70mm. als auch 200mm. macht das Objektiv im Zusammenspiel mit den 45,7 Megapixeln eine gute Figur. Sofern die 200mm., wie bei dem Foto des Puffins, einmal nicht ausreichen, kann man in der Nachbearbeitung mit ruhigem Gewissen weit genug reinzoomen, ohne große Verluste der Qualität in Kauf nehmen zu müssen.

Rund 70 Kilometer von Vík entfernt liegt Fjaðrárgljúfur. Sowohl der Canyon  als auch dessen Aussprache machten mich bereits bei meinem ersten Besuch sprachlos. Die etwa zwei Kilometer lange Schlucht entstand durch das fließende Wasser des Flusses Fjaðrá, indem unteranderem Justin Bieber bereits ein Bad nahm. Über einen ausgebauten Wanderweg gelangt man zu der Aussichtsplattform, die den besten Blick in den Canyon bietet. 

 Nikon D850 + 14-24mm. f/2.8

Nikon D850 + 14-24mm. f/2.8

Als letztes fuhren wir zu der Gletscherlagune Jökulsárlón, die neben dem größten Gletscher Europas, dem Vatnajökull, liegt. Im Gegensatz zum Film "Stirb an einem anderen Tag", spielte sich während unseres Besuchs keine Verfolgungsjagd auf dem Gletschersee ab und auch Pierce Brosnan war nicht in Sichtweite. Dennoch stellte der Besuch der eisigen Gletscherlagune einen schönen Abschluss einer beeindruckenden Reise dar. 

 Nikon D850 + 70-200mm. f/2.8

Nikon D850 + 70-200mm. f/2.8

Auch nach meiner zweiten Reise nach Island, kann ich jedem empfehlen, sich selbst von der beeindruckenden Natur ein Bild zu machen. Island ist immer eine Reise wert, so viel steht fest. Nachdem ich nun bereits zum zweiten Mal im Sommer vor Ort war, kann ich es kaum erwarten, die Insel im diesjährigen Winter zu erkunden. Zu guter Letzt möchte ich mich ganz herzlich bei Nikon Deutschland für die großartige Unterstützung und die bisherige Zusammenarbeit bedanken. Ich freue mich bereits auf unser nächstes gemeinsames Projekt.